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Bleilaus trifft Spielmuseum und Waldmühle

Mitgliederfahrt nach Soltau

Ziel unserer diesjährigen Exkursion am Freitag, 8. Mai 2026 ist Soltau, wo wir das Buchdruck-Museum, das Spielmuseum und die Bibliothek Waldmühle besichtigen wollen.
In allen drei Einrichtungen wartet ein interessantes Programm auf Sie.
Für das leibliche Wohl ist eine Mittagspause im Brauhaus Joh. Albrecht vorgesehen.

 
Der Ablauf des Tages ist wie folgt geplant:

7:30 

UhrAbfahrt in Celle [Parkpalette Badeland, Müller Bus-Touristik]

8:45 

UhrAnkunft in Soltau, Aufteilung in zwei Gruppen à ca. 15 Personen

09:00-10:30 

UhrBesuch der beiden Museen – jeweils Besichtigung und Aktivprogramm (siehe unten)

 

 Gruppe 1: Buchdruck-Museum      - Gruppe 2: Spielmuseum

10:30-11:00 

UhrWechsel der beiden Gruppen

11.00-12:30 

UhrGruppe 1: Spielmuseum - Gruppe 2: Buchdruck-Museum

12:30-13:00 

UhrOrtswechsel (zu Fuß) ins Restaurant Brauhaus Joh. Albrecht

13:00-14:30 

UhrEssen im Brauhaus 

14:30-15:00 

UhrOrtswechsel (zu Fuß) zur Bibliothek Waldmühle

15:00-16:00 

UhrBesichtigung der Bibliothek Waldmühle

16:00-16:30 

UhrOrtswechsel (zu Fuß) zum Bus

16:30 

UhrRückfahrt nach Celle 

17:45 

UhrAnkunft in Celle (am Abfahrtsort)
   

 




Für das Mittagessen (Selbstzahler) sollte nach Möglichkeit bei der Anmeldung das gewünschte Gericht von der Speisekarte des Restaurants angegeben werden.

Der Eintritt für das Spielmuseum ist im Teilnehmerbeitrag enthalten, das Buchdruck-Museum bittet um eine freiwillige Spende nach eigenem Ermessen.

Bitte beachten: Die Teilnehmerzahl ist aus organisatorischen Gründen auf 30 Personen begrenzt.

Verbindliche Anmeldungen erbitten wir bis zum 20. April 2026 an die E-Mail-Adresse fahrt@bg-celle.de .

Die Kosten für Fahrt und Eintritt Spielmuseum betragen pro Teilnehmer 35 Euro. Wir bitten um Überweisung bis zum 20. April 2026 auf unser Konto bei der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg (DE96 2695 1311 0000 0390 99) unter Angabe der/des Teilnehmernamen/s und dem Stichwort "Soltau“.

Wir würden uns sehr über Ihre Teilnahme freuen! :-)

 

Buchstart – spielend die Welt entdecken oder: in Bilderbücher eintauchen mit Dr. Ulrich Stitzinger

Gemeinsam angekündigt hatten Bürgerstiftung und Bibliotheksgesellschaft Celle einen Fachvortrag mit dem sperrig anmutenden Titel „Bilderbuchlesen mit ein- und mehrsprachigen Kindern - Bedeutung, Wirkung, Handhabung“, um auf das seit vielen Jahren mit Unterstützung der Kinderarztpraxen und Büchereien in Stadt und Landkreis Celle durchgeführte Projekt Buchstart aufmerksam zu machen.

Niemand im Publikum hätte wohl damit gerechnet, sich auf eine Bilderbuch-Reise zu begeben und selbst vorgelesen zu bekommen! Aber Referent Dr. Ulrich Stitzinger vom Institut für Sonderpädagogik der Universität Hannover nutzte dieses Stilmittel gekonnt, um seine wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Sprachentwicklung bei Kindern für alle Anwesenden gut nachvollziehbar und kurzweilig zu präsentieren.

In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Freya Soetbeer-Breuer, Fachärztin für Kinder-und Jugendmedizin in Celle, Dagmar Gackenholz-Franzen, Leiterin der KITA Gertud-Kock-Haus und Annette Huber, vom Verein Seiteneinsteiger e.V. Hamburg, vertiefte Dr. Ulrich Stitzinger unter Moderation von Maren Wallbaum, wie Freude am Lesen zu vermitteln wäre und eine lebendige Bücherkultur in Familien Fuß fassen könne.

Von Berufs wegen und aus Berufung ziehen Kinderarztpraxen, Kindergärten, Grundschulen und Bibliotheken bei der Sprachentwicklung unserer Kleinsten bereits heute an einem Strang. Sie alle nutzen Bilderbücher unterschiedlich – um mit Eltern ins Gespräch zu kommen, kostenlose Leseanreize zu geben oder vielfältige Angebote aufzuzeigen und legen damit das Fundament für Teilhabe. Aber wie können in jungen Familien Rituale rund um Sprache und Bücher geschaffen werden? Die Notwendigkeit zur Förderung gezielter Lesekompetenz wird durch Studien regelmäßig belegt. Defizite in der Sprachentwicklung unserer Jüngsten wurden auch im Landkreis Celle zuletzt Ende 2025 thematisiert. Gezielte Sprachförderung ist wichtig und Bilderbücher sind hier ein niederschwelliger Einstieg. Die große Themen-Vielfalt von Bilderbüchern bietet darüber hinaus für jeden etwas und das Stöbern macht Freude.

Lesevorbild sein macht Kinder neugierig. Vorlesen fördert emotionale Nähe und emotionale Nähe macht Sprache lernen einfach. Für junge Familien mag das als eine Herkules-Aufgabe erscheinen, denn sie stehen unter Druck und haben vermeintlich wenig Zeit, aber Kinder brauchen Worte!

Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge ging in seinem Grußwort darauf ein, dass in der Stadt Celle gerade die Infrastruktur rund um Spielplätze, Kindergärten, Grundschulen und die Stadtbibliothek ertüchtigt wird.

Wie sagte schon Kirsten Boie, Autorin und Schirmherrin von Buchstart Hamburg: „Wir sollten nicht warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist. Lieber sollten wir rechtzeitig einen Zaun ziehen, damit das gar nicht erst passiert. Buchstart ist dieser Zaun.“

Eine Stimme aus dem Publikum brachte auf den Punkt: „Wir Erwachsenen haben es gemeinsam in der Hand Schwellenängste abzubauen, indem wir Büchereien und Buchläden genauso selbstverständlich besuchen wie Bäcker oder Supermarkt.“

 

[Text: Regina Haut und Sabine Richter - Fotos: Werner Holz und Sabine Richter]


Carl Friedrich Gauß – ein Tausendsassa der Mathematik wird vorgestellt

Wer war dieser Mann, dessen Namen zwar jeder schon einmal gehört hat und dessen Grundlagen der Mathematik wir als Kinder in der Schule lernen?

Mit Prof. Dr. Joachim Block, dem ehemaligen Standortleiter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Braunschweig, Göttingen und Trauen bei Faßberg im Landkreis Celle, kam ein profunder Kenner der Vita von Carl Friedrich Gauß auf Einladung der Bibliotheksgesellschaft in die Direktorenvilla, um im Rahmen seines Vortrags auf eine beeindruckende Reise durch dessen Leben und Wirken zu gehen, Förderer und Weggefährten vorzustellen und auch den historischen Zusammenhang einzuordnen.

Heutzutage wäre Gauß Niedersachse durch und durch. Geboren in Braunschweig lebte er bis zu seinem Tod in Göttingen. Damals war die politische Landkarte allerdings eine andere.
Braunschweig war ein eigenständiges Herzogtum mit einem für die damalige Zeit sehr fortschrittlichen Herzog Carl Wilhelm Ferdinand, der den Bildungsstand seiner Bevölkerung heben wollte und Wissenschaft und Wirtschaft förderte. Quasi eingebettet lag das Herzogtum im Königreich Hannover, zu dem auch Göttingen gehörte. Es war die Zeit der Personalunion und Georg IV. König von Hannover.

Begeben wir uns auf Spurensuche und entdecken Zeugnisse des Werdeganges von Gauß: Bereits in jungen Jahren verblüfft Carl Friedrich seine Lehrer mit findigen Lösungsansätzen mathematischer Aufgaben. Glücklicherweise trifft er auf wohlgesonnene Förderer, die dem Kind einfacher Leute eine exzellente Ausbildung und damit eine steile schulische und universitäre Karriere ermöglichen.
Bereits ganz am Anfang seiner akademischen Laufbahn macht Gauß eine epochale Entdeckung - heute eine Standardmethode der Mathematik und Physik. Durch die Lösung eines astronomischen Problems wird er schlagartig berühmt und erhält sogar eine Einladung an den Hof des Zaren nach St. Petersburg, dessen Sternwarte zu leiten. Gauß Mäzen, der Herzog von
Braunschweig, initiiert daraufhin den Bau einer eigenen Sternwarte. Dessen lapidare Antwort: „Dann vermesse ich meine Heimatstadt Braunschweig, während ich auf meine Sternwarte warte.“, ist nur eine der vielen Anekdoten, mit denen Block seinen Vortrag auflockerte und die zahlreich erschienene Zuhörerschaft zum Schmunzeln brachte.

Und so überbrückte Gauß die Wartezeit mit Geodäsie, während rundherum die Welt in Aufruhr geriet, denn zeitgleich lagen viele Kleinstaaten im Zwist mit Napoleon. Erste Feldversuche münden bald in der hannoverschen Landvermessung, die Gauß, bereits in Göttingen beheimatet, mit der Festlegung einer Basisstrecke in der Nähe der historischen Sternwarte beginnt.
Als spektakulärste Dreiecksvermessung gilt die Triangulation zwischen dem Hohen Hagen, einem Berg bei Göttingen, dem Brocken und dem Großen Inselsberg im Thüringer Wald. Dieses Dreieck war Basis zur Verknüpfung zahlreicher regionaler Vermessungsdaten, die Gauß auch in den Landkreis Celle führten. Während er auf dem heutzutage denkmalgeschützten Hof Oberohe logierte, hinterließ er Gauß-Steine an den Messpunkten als Zeugen seiner Anwesenheit unter anderem bei Gerdehaus, Scharnhorst und Becklingen.


Immer wieder verblüffend für die Zuhörer: je nach Betätigungsfeld gelingen Gauß wie nebenbei bahnbrechende mathematische Lösungsansätze und innovative Erfindungen für die praktische Umsetzung in vielen Bereichen, wie die Erfindung des Heliotrops für die Landvermessung oder ein elektromagnetischer Telegraph - ein Universalgelehrter im echten Wortsinn!
Zu Recht gilt Gauß als größter Mathematiker und Wissenschaftler seiner Zeit, da er viele Talente in einer Person vereinte und - immer wissbegierig - auf vielen Gebieten arbeitete. Er starb 1855 in Göttingen und hinterließ ein weltumspannendes Werk. Seine Heimat hat er dabei kaum je verlassen, aber mit Feder und Papier die Welt verändert.

Das Ende eines mehr als informativen Abends steht im Zeichen des Ausblicks auf das Jubiläumsjahr 2027. Prof. Joachim Block organisiert – auch in seiner Funktion als ehrenamtlicher Vorsitzender des Braunschweigischen Hochschulbundes - die Feierlichkeiten rund um den besonderen Gauß-Geburtstag in Braunschweig und Göttingen mit. Er verrät: Als besonderer Höhepunkt gelte schon heute die Nachstellung der Dreiecksvermessung zwischen Brocken, Hoher Hagen und dem Großen Inselsberg mit den Mitteln der damaligen Zeit – ohne Internet oder Handy.

[Text: Sabine Richter, Fotos: Sabine Richter, Johannes v. Freymann]


Eröffnung des Interims-Standortes der Stadtbibliothek Celle

Sie wurde schmerzlich vermisst. Nach neun Monaten des Wartens öffnete jetzt der Interims-Standort der Familienbibliothek in der Rundestraße seine Türen und lud zu einer ersten Besichtigung ein. Und der Andrang war groß!

„Schön, dass Sie wieder da sind!“ und „Wir haben Sie vermisst!“ lauteten häufig gehörte Kommentare der Besucherinnen und Besucher, die – natürlich – mit Kind und Kegel „ihre“ Bibliothek entdecken wollten. Die Rundgänge zur Erkundung der Räumlichkeiten fielen durchweg positiv aus. Das Angebot an Zeitungen, Zeitschriften, Romanen und endlich auch wieder eine Kinderbibliothek wurde begeistert angenommen.

Auch eine Abordnung der Bibliotheksgesellschaft Celle ließ es sich nicht nehmen, dabei zu sein. Silke Wachsmuth-Uhrner, Vorsitzende der Bibliotheksgesellschaft, überreichte Petra Moderow, Leiterin der Stadtbibliothek Celle, einen Blumengruß zur offiziellen Wiedereröffnung.

Für die Kinder gab es zur Eröffnung Glücksraddrehen mit vielen attraktiven Preisen und bunte Luftballons. Dabei wurde das Team der Bibliothek durch die Bibliotheksgesellschaft Celle unterstützt. Preise für das Glücksrad wurden unter anderem von der Buchhandlung Sternkopf und Hübel sowie Thalia gespendet.

Ab sofort ist die Familienbibliothek dienstags von 11.00 bis 18.00 Uhr, mittwochs bis freitags von 11.00 bis 17.00 Uhr und samstags von 10.00 bis 14.00 Uhr geöffnet.

Kommen Sie vorbei, es lohnt sich!

[Text: Sabine Richter, Fotos: Privat]


Interims-Standort für Bücherflohmarkt begeistert

Während der Sanierung der Stadtbibliothek musste auch der traditionell auf dem Arno-Schmidt- Platz beheimatete Bücherflohmarkt, der jährlich zugunsten der öffentlichen Büchereien in Stadt und Landkreis stattfindet, umziehen.

Die Bibliotheksgesellschaft konnte in diesem Jahr die Direktorenvilla in der Magnusstraße, und hier vor allem den großen Außenbereich, als Interims-Standort nutzen.
Wer das Areal am Französischen Garten kennt, den wundert es nicht, dass es beinahe familiär zuging, beim diesjährigen Bücherflohmarkt. Bekannte treffen, mit Gleichgesinnten plaudern, im Bücherangebot stöbern und fündig werden. So oder so ähnlich kann der Tag an der Direktorenvilla zusammengefasst werden.
Dank vieler helfender Hände und ansprechender Präsentation auf den von der Brauerei Betz zur Verfügung gestellten Bierzeltgarnituren war unisono allseits großes Lob zu hören.
Der Kauflaune der Menschen war der naturnahe Veranstaltungsort wohl zuträglich, denn die Organisatoren haben einen sehr zufriedenstellenden Erlös für außerplanmäßige Anschaffungen der öffentlichen Büchereien erzielen können.

[Text und Fotos: Sabine Richter]